3146 - Armenische Teppiche

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Der Historiker Herodot, der im 5. Jahrhundert v. Chr. schreibt, informiert uns auch, dass die Bewohner des Kaukasus schöne Teppiche mit leuchtenden Farben weben, die nie verblassen würden[23] Verschiedene Teppichfragmente wurden in Armenien aus dem 7. Jahrhundert v. Chr. oder früher ausgegraben. Der älteste, einzige, erhaltene Knüpfteppich ist der Pazyryk-Teppich, der aus einem gefrorenen Grab in Sibirien ausgegraben wurde, das aus dem 5. bis 3. Jahrhundert v. Chr. stammt und sich heute im Hermitage Museum in St. Petersburg befindet. Dieser quadratische Tuftingteppich, der fast völlig intakt ist, wird von vielen Experten als kaukasischer, insbesondere armenischer Herkunft angesehen. Der bedeutende Autor der alten Teppiche, Ulrich Schurmann, sagt dazu: „Aus allen verfügbaren Beweisen bin ich überzeugt, dass der Pazyryk-Teppich ein Beerdigungszubehör und höchstwahrscheinlich ein Meisterwerk armenischer Handwerkskunst war“[21] Gantzhorn stimmt dieser These zu. In den Ruinen von Persepolis im Iran, wo verschiedene Nationen als Tribut dargestellt sind, ist das Pferdedesign des Pazyryk-Teppichs das gleiche wie das Relief, das einen Teil der armenischen Delegation darstellt. Armenische Teppiche waren bei Ausländern, die nach Artsakh reisten, bekannt; der arabische Geograph und Historiker Al-Masudi stellte fest, dass er unter anderem solche Teppiche noch nie anderswo in seinem Leben gesehen hatte[22].

Der Kunsthistoriker Hravard Hakobyan stellt fest, dass „Artsakh-Teppiche einen besonderen Platz in der Geschichte der armenischen Teppichherstellung einnehmen“[23] Gemeinsame Themen und Muster auf armenischen Teppichen waren die Darstellung von Drachen und Adlern. Sie waren vielfältig im Stil, reich an Farb- und Ornamentmotiven und wurden sogar in Kategorien eingeteilt, je nachdem, welche Tiere auf ihnen abgebildet waren, wie z.B. Kunstvagorgs (Adler-Teppiche), Vishapagorgs (Drachen-Teppiche) und Otsagorgs (Schlangen-Teppiche).[23] Der in den Kaptavan-Inschriften erwähnte Teppich besteht aus drei Bögen, die „mit vegativen Ornamenten bedeckt“ sind, und hat eine künstlerische Ähnlichkeit mit den in Artsakh entstandenen illuminierten Manuskripten[23].

Die Kunst des Teppichwebens war zudem eng mit der Herstellung von Vorhängen verbunden, wie eine Passage von Kirakos Gandzaketsi, einem armenischen Historiker aus dem 13. Jahrhundert aus Artsakh, der Arzu-Khatun, die Frau des Regionalprinzen Vakhtang Khachenatsi, und ihre Töchter für ihr Fachwissen und ihre Fähigkeiten im Weben lobte[24].

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